CMD – Syndrom

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Die Ätiologie des CMD Syndroms

cmd 02Das neuromuskuläre System im Kopfbereich reagiert äußerst empfindlich auf Umwelteinflüsse. Stress, Hektik und Ärger müssen tagtäglich von uns verarbeitet werden. Man presst oder knirscht nachts unbewusst mit den Zähnen. Morgens wacht man schon mit Kopfschmerzen auf, insbesondere im Bereich der Stirn und der Schläfen. Dieser Spannungskopfschmerz deutet auf eine Muskelverspannung der Kopf-, Nacken- und Kiefermuskulatur hin. Vielfach kann ein Knirschen oder Pressen mit den Zähnen auch durch eine neue Füllung, Krone oder Brücke verursacht werden. Man hat das Gefühl, dass die neue Brücke / Krone zu hoch ist und beim Zubeißen eher behindert.

 

Unbewusst wird eine neue Bisslage eingenommen, die wiederum zu solchen Verspannungen führen kann. In der Regel werden diese Be-schwerden durch eine individuell angefertigte Aufbissschiene durch den Zahnarzt therapiert.

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Mögliche Ursachen für ein CMD-Syndrom

a. Verlagerung des Unterkiefers (oft unbemerkt) in eine habituelle fehlerhafte Okklusion, ausgelöst durch
….Frühkontakte, die durch iatrogene Noxen entstanden sind.

b. Habituelles Pressen und Knirschen (Bruxismus) ausgelöst durch Stress.

c. Körperliche Fehlhaltungen (Skulliose, verkürztes Bein, Beckenschiefstand oder Unfälle mit Verletzung
….der Wirbelsäule).

d. Kieferchirurgische Eingriffe oder kieferorthopädische Behandlungen.

Das CMD-Syndrom oder TMJ-Syndrom

Typische Beschwerden beim CMD-Syndrom

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In Deutschland verwendet man heute die Bezeichnung CMD-Syndrom (von lat.cranium = der Schädel) und (lat.Mandibula = der Unterkiefer) Dysfunktion = Funktionsstörung. Im englischen Sprachraum bezeichnet man dieses Syndrom als TMJ oder TMD (Temporo-Mandibular Joint Dysfunction Syndrom). TMJ beschreibt eine Störung des Kiefergelenks, dessen Ursachen sich auch nur innerhalb dieses Gelenks befinden, wie z.B. eine Verlagerung oder Verformung des Discus Articularis sowie eine degenerative Veränderung des Gelenkknorpels und der Gelenkknochen. Oftmals wurde eine Unterteilung in arthrogene und myogene Störung angegeben.

Der heute gebräuchliche Begriff CMD beschreibt aber einen komplexeren dysfunktionellen Zusammenhang der einzelnen Strukturen des Kauorgans und sogar darüber hinaus. Das CMD Syndrom entsteht durch die Summation der von Frequenz, Dauer und Intensität abhängigen Belastungen und dem daraus resultierenden Adaptions-Verlust des Kausystems. Die auftretenden Symptome können aus der Schmerzantwort der unterschiedlichen betroffenen Bestandteile des Kausystems herrühren und erklären die komplexe vielfältige und teilweise überlagernde Symptomatik.

Die Patienten leiden z. B. an Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke, an Kopfschmerzen, an Nacken- und Schulterschmerzen, an Schluckbeschwerden, an Ohrenschmerzen u.s.w.

Einfache Differenzialdiagnose bei typischen CMD Symptomen

Kopf:
Kopfschmerzen oder „Migräne“-ähnliche Kopfschmerzen sowie Schmerzen der Kiefergelenksmuskulatur (Palpation von Druckpunkten, Neuralgien, Kie-fergelenksknacken, Kaumuskelschwäche, eingeschränkte Fähigkeit, den Mund weit zu öffnen.

KopfschmerzenZähne:
Pressen und Knirschen (- Schliff-Facetten auf den Okklusalflächen -) sowie Läsionen am Zahnschmelz im Bereich der Zahnhälse, Frakturen von Zähnen und prothetischen Versorgungen.

Zunge /Wangen:
Bissspuren und Vernarbungen.

Ohren:
Ohrenschmerzen, Ohrensausen, Tinnitus, Taumel, Sensibilisierung gegen plötzliche laute Geräusche, Beeinflussung der gesamten Hörfähigkeit.

Augen:
Erhöhte Lichtempfindlichkeit, Doppeltsehen, Ermüdung eines Auges oder beider Augen, Beeinträchtigung der Sehschärfe.

Rücken:
cmd 04Schmerzhafte Verkrampfungen und Verspannungen oder Muskelverhärtungen in den einzelnen Körperpartien.

Schulter:
Schmerzhafte Verkrampfungen und Verspannungen oder Muskelverhärtungen in den einzelnen Körperpartien.

Nacken:
Schmerzhafte Verkrampfungen und Verspannungen oder Muskelverhärtungen in den einzelnen Körperpartien.

 

 

 

Jeder Patient sollte sorgfältig während der Anamnese nach den oben genannten Symptomen befragt werden. Treffen drei oder mehrere Symptome zu, kann man in der Regel davon ausgehen, dass der Patient an einem CMD-Syndrom leidet.

Durch eine sorgfältige Anamnese des Patienten anhand einer Differenzialdiagnose lassen sich die Ursachen für ein CMD Syndrom eingrenzen. Eine ganzheitliche Betrachtung d

cmd 06es Patienten liefert immer wertvolle Hin-weise. Durch verschiedene Möglichkeiten einer interdisziplinären Untersuchung können die Ursachen einer CMD noch besser eingegrenzt werden. Auch die Befragung des Patienten nach seiner Krankengeschichte, sozialem Umfeld und eventuell beruflichem Stress sind für eine weiterführende Behandlung sehr wichtig. Viele chronische Bruxer oder Presser sind meistens starkem beruflichen oder familiären Stress ausgesetzt. Mit Hilfe des Aqualizers kann oft eine sehr schnelle und sichere Diagnose gestellt werden. Anamnese-Bögen werden heute von vielen Fachgremien, Instituten und Vereinen herausgegeben. Zum Thema CMD sind in den letzten Jahren einige interessante Bücher erschienen.

 

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